[Zubereitung]
Ich werde hier hauptsächlich auf die Zubereitung von Espresso und dessen Schwierigkeiten eingehen, für andere Getränke verweise ich auf die Seite "Getränke".
Vorbereitung:
Die Maschine sollte gut geheizt sein, also so früh wie möglich einschalten. Den besten Espresso gibt es dort, wo die Maschine den ganzen Tag in Betrieb ist.Es dauert seine Zeit um den geeigneten Mahlgrad für sich, die Maschine und den Kaffee herauszufinden. Die Faktoren die man dabei im Auge behalten sollte sind: Druck, Crema, Geschmack, Wetter.
Man sollte sich von mittelmässigen Ergebnissen nicht abschrecken lassen, hier gilt das altbewährte Motto:
Übung macht den Meister!
Zum standesgemässen Kaffeegenuss gehören vorgewärmte Tassen, entweder durch die Maschine oder durch das Befüllen der Tassen mit heissem Wasser.
Meiner bescheidenen Erfahrung nach ist es besser, sich auf wenige (Standart) Getränke zu spezialisieren um diese aber in hoher Qualität anbieten zu können. Zum Kaffee bietet man gerne ein kleines Gebäck vom Typ Biscotti an.
Zubereitung:
Man befüllt also den ebenfalls vorgewärmten Siebträger (deshalb die Maschine so früh wie möglich einschalten oder einfach ein bischen Wasser durchlaufen lassen) mit dem frischgemahlenen Pulver, als Standartmass hat sich hier 7g pro Espresso bewährt. Das Pulver wird dann angepresst, jeder muss selbst herausfinden wie stark. Der Rand des Siebträgers wird von überflüssigem Pulver befreit um die Dichtungen zu schonen und in die Maschine eingesetzt.
Jetzt wird die Pumpe betätigt und der Espresso sollte in 15-30 sec durchgelaufen sein. Dies sollte dann bei richtiger Bedienung auch 15-30 ml entsprechen. Wer eine Maschine mit Manometer sein eigen nennt kann den Vorgang also leichter überprüfen: Der Druck soll um die 9 bar betragen.Es sollte eine goldbraune Crema vorhanden sein, deren Qualität durch den Zuckertest überprüft werden kann: Man nehme einen Teelöffel voll Zucker und streue ihn vorsichtig auf die Crema. Der Zucker sollte dann etwa 1 sec auf der Crema verweilen bevor er langsam nach unten sinkt.
Beim Zubereiten von mehrern Espressogetränken mit Milchschaum empfiehlt es sich, erst den Espresso zuzubereiten und dann die Milch aufzuschäumen denn bei vielen Maschinen muss dazu die Temperatur des Kesselwassers erst erhöht werden. Hierzu ist noch zu sagen, dass das Thermosyphonsystem (Siehe ECM) der Stand der Dinge ist und immer gleichzeitig Kaffe und Dampf bereitstellt!
Das Milchaufschäumen ist ebenfalls Übungssache, am besten hat sich ein relativ grosser Behälter bewährt in den man die Düse eintaucht, das Ventil öffnet und den Behälter nach unten senkt, bis ein schlürfendes Geräusch ertönt. Die Milch sollte in Richtung Düse gezogen werden um dort mit dem Dampf einen feinporigen Schaum zu bilden. Dieser entsteht nicht in Sekunden, es erfordert vielmehr etwas Gedult, man wird aber vom späteren Genuss entschädigt und der Schaum fällt auch nicht so schnell wieder zusammen.
Ich benutze am liebsten Milch mit 3% Fett, die schäumt zwar nicht so schnell aber Fett ist ja bekanntlich Geschmacksträger. Zu lange sollte man aber nicht schäumen, da ab 77 Grad die Proteine denaturieren und deshalb der Schaum zusammenfällt.
Nachbereitung:
Man sollte nicht vergessen, die Maschine nach Gebrauch zu entlüften, dazu lässt man einfach etwas Wasser aus der Dampfdüse laufen (Pumpe betätigen)und die Düse anschliessend von der angetrockneten Milch befreien.
Ansonsten sollte die Maschine nie ohne Wasser betrieben werden, das kann sie zerstören! Wenn man hartes Wasser hat, so sollte man sich den Einsatz von Filtern überlegen, und nicht vergessen die Maschine in regelmässigen Abständen zu entkalken und die Filter zu reinigen. Mein Tip: Durgol ( Von Düring aus der Schweiz) mehrere Male durchlaufen lassen.
Ich habe es mir angewöhnt, den Siebträger nach Gebrauch zu leeren und dann wieder einzusetzen um ihn warmzuhalten, es gibt aber auch Leute, die den gebrauchten Kaffeesatz über Nacht drin lassen, soll den Geschmack positiv beeinflussen. Bei ausgeschalteter Maschine den Siebträger wieder herausnehmen, schont die Dichtung.