[Espressomaschinen]
Espressokannen:Sind schon Designklassiker und machen sich gut in jeder Küche. Leider genügen sie nicht den hohen Ansprüchen an einen guten Espresso denn sie bauen nicht den benötigten Druck über dem Kaffeepulver auf - es entsteht keine Crema.
Hebelmaschinen:Die Maschinen von Pavoni sind fast jedem schon mal ins Auge gefallen, durch ihr auffallend schönes Design. Erfahrene "Barista" erzielen mit diesen Maschinen sehr gute Ergebnisse. Die manuelle Aussteuerung des Druckes über den Hebel mit Hilfe einer vorgespannten Feder lässt geringste Veränderungen zu, erschwert aber auch die Bedienung und Reproduzierbarkeit für Nichterfahrene. Man sagt, die Maschinen seien sehr aufwendig instandzuhalten.
Kesselmaschinen:Dieser Typ hat sich nun schon Jahrzehntelang durchgesetzt,privat wie auch professionell. Eine elektrische Pumpe (bevorzugt vom Typ Ulka) sorgt für den nötigen Druck, der Kessel erhitzt das Wasser. Um beste Ergebnisse zu erzielen, sollte das Wasser für Espresso 90 Grad Celcius haben und einen Druck zwischen 8 und 12 Bar über dem Kaffeepulver haben.
Vollautomaten: produzieren relativ verlässlich reproduzierbare Ergebnisse, gleichen vom Aufbau aber schon fast Kleincomputern und haben mehr Teile, die Störungen verursachen können. Meiner Meinung nach eine Alternative für Büros, aber keine für einen "Barista" an einer guten, manuellen Maschine. Vom optischen Wert der meist aus Plastik bestehenden Geräte mal ganz zu schweigen. Bekannte Vollautomaten stammen aus dem Hause Jura (Schweiz) und Saeco (Deutschland).
[Empfehlungen der Kaste]
Als strenge Verfechter der manuellen Espressozubereitung empfehlen wir grundsätzlich keine vollautonatischen Maschinen. Die im folgenden genannten Hersteller werden von uns aufgrund eigener Erfahrungen und neutralen Testergebnissen empfohlen und entrichten für diesen Bericht keinerlei Gebühren.
Bazzar:
Ein deutscher "Hersteller" mit italienischem Know-How auf Basis der Isomac Fabrikatein Düsseldorf (Siehe auch www.Bazzar.de) Hier werden drei Maschinen für fast jeden Geschmack hergestellt, mit dem Namen A I bis III.Die Maschinen haben ein sehr schlichtes Design und sind mit namhaften Komponenten und ausgesuchten Materialien bestückt.Nur an Details sollte noch ein bischen gebessert werden.Ich bin selbst zufriedener Besitzer einer Bazzar AII, einer schönen Maschine aus Edelstahl, mit Kupferkessel und Manometer. Ich habe gute Erfahrungen mit ihr gemacht und würde sie jederzeit weiterempfehlen. Kritikpunkte sind die etwas nachlässige Detailverarbeitung des Gehäuses, der etwas zu geringe Abstand zwischen Siebträger und Abstellplatte (Nur kleine Espressotassen passen darunter) und der Siebträger,der etwas grösser sein könnte.Ansonsten kann man mit etwas Erfahrung sehr schmackhaften Kaffee und ordentlichen Schaum erzeugen, für grössere Gesellschaften allerdings ist der Kesselinhalt meiner Meinung nach etwas zu klein geraten (0,5l).
ECM:
Die Espresso Company Milano stellt nach Meinung der Fachpresse den Rolls Royce der Espressomaschienen her. Der Vorteil der Maschinen Technika und Mechanika sind insbesondere der grosse Kesselinhalt und das Thermosyphonsystem. Dieses System stellt gleichzeitige Esprssozubereitung und Dampfabgabe sicher, das Erhitzen des Kesselinhaltes auf Dampftemperatur entfällt. Die Maschinen scheinen auch im Detail schön verarbeitet zu sein und stellen auch kritische Menschen zufrieden. Insgesamt kann man die Ausstattung der Maschinen als professionell bezeichnen und sind für anspruchsvolle Benutzer bestens geeignet.
Gaggia:
Diese traditionelle italienische Marke stellt Maschinen von sehr guter Qualität her, besonders die "Classic Coffee" ist eine weitverbreitete Maschine, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Die Maschine hat einen Aluminiumkessel mit ausenliegender Beheizung, was die Heizspiralen etwas weniger anfällig für Kalk machen. Der Wasserbehälter fasst ungefähr 2 l und ist damit ausreichend gross für den Privathaushalt. Es wird behauptet, dass die Maschine sehr robust sei allerdings einen Hang zu etwas hohen Temperaturen und zur Verkalkung (Aluminiumkessel)habe, was den Geschmack des Espressos etwas ins Bittere abrutschen lässt. Die Maschine wird oft mit der Gaggia MDF Mühle verkauft und bildet ein gutes Team mit dieser, obwohl die Mahlgradeinstellung etwas feinere Stufen vertragen könnte.